Selbstbehauptungstraining ( für Erwachsene )
Viele sagen oft "ja" obwohl sie "nein" sagen wollen, oder sie verpacken ihre Kritik so, dass sie nicht als solche zu erkennen ist. In Konfliktsituationen ziehen sie sich eher zurück oder sie "platzen" unkontrolliert.
Kennen Sie solche oder ähnliche Verhaltensweisen von sich selbst ?
An diesem Abend wird über ein Training informiert, das in kleinen Schritten Möglichkeiten aufzeigt, sich durchzusetzen, ohne verbissen zu wirken oder sich selbst aufzureiben. Die eigene Persönlichkeit zu wahren und die angestrebten Ziele im Beruf, in der Partnerschaft, im Familienkreis und in der Gesellschaft sicher und selbstbewusst zu erreichen, ist ein wesentliches Ziel des Trainings.
Literatur:
Ursula Wagner-Link : Kommunikation als Verhaltenstraining
Chris Cole: Kommunikation klipp und klar
Barbara Berckhan : Die etwas gelassenere Art, sich durchzusetzen
Barbara Berckhan u.a.: Die erfolgreiche Art ( auch Männer ) zu überzeugen
Herbert Fensterheim u.a.: Sag´nicht ja, wenn du nein sagen willst
Verena Kast : Abschied von der Opferrolle
"Jetzt trau´ ich mich ..."
Ein Training für sozial unsichere Kinder / Jugendliche
Sozial unsichere Kinder sind unauffällig, still, angepasst - in der Schule
recht bequem, da sie nicht stören. Doch sie und oftmals auch ihre Eltern leiden
ganz erheblich unter Zurückhaltung und Gehemmtsein. In sozialen Situationen
trauen sie sich nicht, sich zu behaupten, vor mehreren zu sprechen, "nein" zu sagen,
Kontakte zu knüpfen...
Sie haben Angst, sich zu blamieren, zu versagen oder negativ bewertet zu
werden. Ihr Selbstwertgefühl ist gering, sie ziehen sich immer mehr zurück, was einen Teufelskreis zur
Folge hat:durch den Rückzug wird das Erlernen sozialer Kompetenzen verhindert und führt zu weiterem
Rückzug und Minderwertigkeitsgefühlen.
Die Forschung der letzten Jahre zeigt, dasss soziale Unsicherheit und Ängst
im Kindes/Jugendalter Risikofaktoren für die Entwicklung psychischer Störungen in Form von
manifesten Angststörungen und Depression im Erwachsenen bzw. Jugendalter. Der frühzeitige Einsatz
entsprechender Interventionen für Kinder dient deshalb nicht nur der Beseitigung bestehender Beeinträchtigung,
sondern vor allem auch zur Prävention zukünftiger Störungen.
Der oben beschriebene Teufelskreis soll durchbrochen werden durch gezieletes
Einüben von Handlungsstrategien und neuer Verhaltensmuster.Dies geschieht nach einem Programm, das von Prof.
Dr. Petermann und in Folge von weiteren Verhaltenstherapeuten entwickelt wurde. Ein wichtiger Bestandteil des
Trainings ist die Elternarbeit, bei der die Eltern u.a. angeleitet werden, vermeidendes Verhalten ihrer Kinder nicht
weiter zu unterstützen.
Die Kinder lernen z. Bsp.in Form von Geschichten über sozial gehemmte Kinder Lösungen zunächst für
andere zu finden, dann diese mit Handpuppen nachzuspielen, später in Rollenspielen, die auf Video aufgenommen werden. Sie erproben eine
"andere" , selbstsichere Körpersprache, lernen spielerisch in der Gruppe Kommunikationsregeln, die sie dann als Hausaufgabe für den
Alltag aufbekommen.
Information zum Training für sozial unsichere Kinder/Jugendliche
Dieses Training basiert auf dem Konzept von Prof . Dr .Petermann / Petermann, das Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie mit Rollenspielen und Interventionen in der Familie verbindet. Ergänzend zu diesem stark strukturiertem Konzept kommen kreative Medien zum Einsatz, wodurch vor allem die Wahrnehmung und der Ausdruck von Gefühlen sowie die non-verbale Kommunikation gefördert werden.
Ziel des Trainings ist die Erlangung sozial kompetenten Verhaltens. Sozial kompetentes Verhalten setzt voraus, weitgehend von sozialen Ängsten frei zu sein und über soziale Fähigkeiten zu verfügen .
Dies erfordert ein positives Selbstkonzept, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit ebenso wie Interaktions- und Selbstbehauptungsfähigkeit.
In der Gruppe wird angeregt, in diesem Sinne positive Erfahrungen zu machen.
Gleichzeitig ist es notwendig, Eltern zu unterstützen, das Vermeidungsverhalten nicht zu verstärken, sondern den Kindern zu helfen, neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Hier werden Eltern- bzw. Familiengespräche angeboten.
Das Training umfasst folgende Sequenzen :
- 1 allgemeiner Elternabend (Infos über das Training etc.)
- Erstgespräch einzeln mit den Eltern,
- Explorationsbogen, Beobachtungsbogen
- 1 Einzelsitzung á 50 Min. mit dem Kind
- Tests : soziales Atom, FIT, Verhaltensbeobachtung
- 12 Gruppensitzungen á 90 Min.
- 1 Eltern- / Familiengespräche 60 min./ pro Kind
- Kontrollgespräch nach 3 Monaten
In den Gruppensitzungen wird mit kreativen Medien, Rollenspiel, Fotogeschichten, Geschichten, auditiven Aufnahmen, Videofeedback, Körperwahrnehmungsübungen, Entspannungstechnik u.a. gearbeitet.
Thematisch geht es u.a. um :
Sprechen vor der Gruppe, Telefonieren, Einkaufen, fremde Personen ansprechen, Kontaktaufnahme zu Gleichaltrigen, Umgang mit Kritik, Kritik üben, Umgang mit Hänseleien, Freude zeigen/Gefühle ausdrücken, Hilfe anbieten/ um Hilfe bitten, "nein"-sagen, berechtige Forderungen durchsetzen, Kommunikationsregeln...
Falls ich den Verdacht auf eine psychiatrische Erkrankung habe, verweise ich die Eltern an einen Facharzt/ärztin.
Literatur:
Ulrike Petermann / Franz Petermann : Training mit sozial unsicheren Kindern
Sabine Ahrens-Eipper u.a. : Mutig werden wie ein Tiger
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